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Aus der Tierärztliche Klinik für Kleintiere Frankfurt am Main,
Leitender Tierarzt Dr. med. vet. Volker Hach
Osteochondrose beim Junghund
Volker Hach
Definition:
Unter Osteochondrose versteht man eine Krankheit des Gelenkknorpels beim
wachsenden Hund. Es handelt sich dabei um eine degenerative Knorpelveränderung.
Vorkommen und Ursache:
Die Osteochondrosis dissecans (OCD) wird als Störung der Skelettentwicklung
vor allem bei grosswüchsigen Junghunden zwischen dem 5.- 10 Lebensmonat
gesehen. Am häufigsten ist die Gelenkfläche des Schultergelenkes
betroffen, seltener können aber auch andere Gelenkflächen wie
Ellbogen, Knie- oder Sprunggelenk erkranken.
Die Osteochondrose ist eine multifaktorielle Krankheit. Eine übergeordnete
Rolle spielt die genetische Veranlagung. Diätetische und hormonelle
Einflüsse sowie die Wachstumsgeschwindigkeit können ebenfalls
zur Entstehung der Krankheit beitragen. Auch biomechanische Faktoren wie
eine übermässige Belastung der Tiere wird als möglicher
Entstehungsfaktor diskutiert.
Symptome und Diagnose:
Die Tiere zeigen deutliche Lahmheitssymptome und Schmerzen bei der Untersuchung
der betroffenen Gelenke. Die Krankheit tritt oftmals auf beiden Seiten
auf, sodass immer beide Gliedmassen im Seitenvergleich mituntersucht werden
sollten. Die Diagnose ist röntgenologisch sicher zu stellen. typischerwiese
kann man im hinteren Gelenkbereich des Oberarmkopfes eine Eindellung oder
Abflachung der Gelenkfläche erkennen (Abb. 1). Als weitere diagnostische
Hilfsmittel können die Arthroskopie, Sonografie oder Computertomographie
eingesetzt werden.
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| Abb. 1 Schultergelenk mit OCD-Läsion |
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Abb. 2 OCD-Schuppe mit Läsion der Gelenkfläche |
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Therapie:
Die Therapie ist vom Alter des Tieres, dem Lahmheitsgrad und von der Grösse
der Läsion abhängig. Eine konservative Therapie mit Bewegungseinschränkung,
Futterumstellung und Medikamenten kann bei geringgradigen Lahmheiten und
kleineren Defekten des Gelenkknorpels empfohlen werden. In den meisten
Fällen ist allerdings die chirurgische Entfernung der Knorpelschuppen
zu empfehlen. Das Ziel der Therapie ist die Entfernung des krankhaften
Gewebes und durch Abfräsen des Knorpeldefektes die Neubildung gesunden
Gelenkknorpel anzuregen. Die Aussicht auf eine beschwerdefreie Belastung
der Gliedmasse ist als gut einzuschätzen.
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